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Bundespräsident Körner schreitet die Formation der B-Gendarmerie ab. Wiener Neustadt-Ausstellung, Franz Blaha, 24.08.1952. ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung.
B-Gendarmerie

Der ab dem Jahr 1950 erfolgte, sukzessive Aufbau der B-Gendarmerie ging auf das Bestreben der österreichischen Bundesregierung zurück, das Land gegen innere und äußere Bedrohungen selbst verteidigen zu können. Nachdem eine Aufstellung der für diese Aufgaben benötigten militärischer Kräfte nicht möglich war, da die Besatzungsmächte Österreich jegliche militärische Aktivitäten untersagten, wurde beschlossen, gleichwertige Verbände getarnt aufzubauen. In Folge entstand die B-Gendarmerie als Teil der bereits existierenden, dem Innenministerium unterstehenden Bundesgendarmerie, wobei jedoch kriegserfahrene Offiziere als Kommandanten eingeteilt und die neu angeworbenen Mannschaften nach militärischen Gesichtspunkten ausgebildet wurden. Die Vorgänge waren den westlichen Besatzungsmächten bekannt, wurden jedoch vor dem Hintergrund der kommunistischen Machtübernahmen in den östlichen Nachbarstaaten Österreichs geduldet und insbesondere von den USA organisatorisch wie materiell aktiv unterstützt. Die Aufstellung der die Tarnbezeichnung Gendarmerieschulen tragenden Verbände erfolgte systematisch ab 1952 in den westlichen Besatzungszonen, ihre Stärke betrug im Jahr 1955 etwa 100 Offiziere und 6.000 Mann. Nach dem Abschluss des Staatsvertrages wurde die B-Gendarmerie in Provisorische Grenzschutzabteilung umbenannt und bildete in Folge den Kern des neu aufgestellten österreichischen Bundesheeres.

Jahr
1950
AutorInnen