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Gedenktafel in Erinnerung an die deportierten Jüdinnen und Juden am Gelände des ehemaligen Aspangbahnhofs in Wien, Fotograf: Christian Haake
Deportationen

Kurz nach Kriegsbeginn und der <<militärischen Besetzung Polens>> gab es innerhalb der NS-Führungskreise Überlegungen zur Einrichtung von „Judenreservaten“ im neu errichteten „Generalgouvernement“. Im Oktober 1939 wurden daraufhin auch aus Wien 1.584 jüdische Männer in zwei Transporten nach Nisko deportiert. Das geplante „Judenreservat“ im Distrikt Lublin scheiterte jedoch. Im Februar und März 1941 – noch vor Beginn der reichsweiten Deportationen – wurden schließlich auf Drängen von Reichsstatthalter Baldur von Schirach insgesamt 5.031 Jüdinnen und Juden aus Wien ins „Generalgouvernement“ deportiert. Ziel dieser Transporte waren polnische Kleinstädte, die kaum auf die Ankunft tausender Jüdinnen und Juden vorbereitet waren. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 zielte die NS-Verfolgungspolitik nicht mehr auf Vertreibung, sondern auf Vernichtung. Daraufhin begannen im Oktober 1941 im gesamten Deutschen Reich die systematischen Deportationen und Umsiedlungen in Ghettos, <<Konzentrations- und Vernichtungslager>> „im Osten“. Innerhalb eines Jahres wurden weitere 40.420 Jüdinnen und Juden aus Wien deportiert. Nach Abschluss der Deportation des Großteils der jüdischen Bevölkerung Österreichs im Oktober 1942 wurden von den noch verbliebenen Jüdinnen und Juden bis Kriegsende weitere 1.918 Personen deportiert. Von insgesamt 48.953 deportierten Jüdinnen und Juden sind nur 1.734 Überlebende bekannt.

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