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Grazer Werkbundhaus

Der Steiermärkische Werkbund wurde 1923 als regionale Vereinigung in Abgrenzung zum auf Wien konzentrierten Österreichischen Werkbund gegründet und hatte enge Beziehungen zum deutschnationalen Heimatschutz. Im Rahmen der 800-Jahr-Feier der Landeshauptstadt Graz präsentierte er mit einem vollständig eingerichteten Musterhaus in der Schubertstraße seine Zielsetzung, die als kalt und seelenlos interpretierte internationale und großstädtische Architekturmoderne mit „bodenständigen“ und „heimatlichen“ Traditionen zu versöhnen. Errichtet nach Plänen von Architekt Hans Hönel, war das rot gestrichene Würfelhaus mit Flachdach, grünen Fensterbalken und funktionellen, bürgerlich-gediegenen Holzmöbeln ein Gegenmanifest zur Stuttgarter Weißenhof-Siedlung des Deutschen Werkbundes und ihren Stahlrohr-Interieurs. Dem Publikum wurde es in Führungen und Vorträgen zugänglich gemacht.

Externe Ressourcen:

https://www.nextroom.at/building.php?id=28909

Antje Senarclens de Grancy: Keine Würfelwelt. Architekturpositionen einer „bodenständigen“ Moderne – Graz 1918-1938, Graz 2007.

Jahr
1928
AutorInnen