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Vereidigung der Jungmänner, Albert Hilscher, Wien, 1931. ÖNB, Bildarchiv Grafiksammlung.
Jansa Plan

Bereits bald nach der Machtübernahme Hitlers im Jänner 1933 wurde evident, dass Österreich ein Ziel der territorialen Expansionsbestrebungen des Deutschen Reiches darstellte. Um einer möglichen militärischen Intervention zu begegnen, wurde vom österreichischen Chef des Generalstabs, Feldmarschallleutnant Alfred Jansa, unter der Bezeichnung „Kriegsfall DR“ ein Plan entworfen, wie das österreichische Bundesheer einem Einmarsch deutscher Truppen entgegentreten sollte. Das als „Jansa-Plan“ bezeichnete Szenario sah dabei vor, die Masse der Kräfte des österreichischen Bundesheeres in Oberösterreich entlang der Traun und der Enns zusammenzuziehen und dort einem in Richtung Wien zielenden deutschen Vorstoß wirksam entgegenzutreten. Vor dem Hintergrund der großen Überlegenheit der deutschen Wehrmacht sowie der dadurch bedingten Aussichtslosigkeit des Kampfes war es von vornherein das Hauptziel des Plans, den Gegner so lange aufzuhalten, bis andere Staaten zu Gunsten Österreichs in den Kampf eingreifen würden. Nachdem spätestens ab 1936 aufgrund der geänderten außenpolitischen Lage nicht mehr mit einer Unterstützung Italiens zu rechnen war und auch der Aufbau der für die Umsetzung des Plans vorgesehenen militärischen Kräfte in Österreich aus Budgetgründen nicht rasch genug voranging, war eine erfolgversprechende Umsetzung des Verteidigungsplans im Jahr 1938 praktisch ausgeschlossen.

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