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Kondomautomaten in Wien

Schwierigkeiten eine große Familie zu ernähren und ähnliche Existenzängste führten in der Zwischenkriegszeit besonders in den großen Städten Österreichs zum verstärkten Einsatz von Verhütungsmitteln. Mehrere Vereine, wie Johann Ferchs Bund gegen den Mutterschaftszwang, hatten es sich in Österreich zudem zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung über diese Mittel zu informieren. Dem Gummi-Kondom kam dabei eine wichtige Rolle zu, da es auch vor den weit verbreiteten Geschlechtskrankheiten schützen konnte. In den 1920er Jahren wurden in Wien – neben dem regulären Verkauf in Drogerien, Apotheken und Friseurläden – erstmals auch Kondom-Automaten aufgestellt. Wien (zusammen mit Prag) übernahm damit eine Vorreiterrolle im automatisierten Verkauf dieser Produkte. Die „Sittlichkeitsverordnung“ der autoritären Regierung Dollfuß bereitete dem freien Verkauf von Verhütungsmitteln im März 1934 jedoch ein Ende und veranlasste die Gemeinde Wien 1936 schließlich, auch die Automaten explizit zu verbieten.

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