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Ruine des ”Kreuzstadls”, 2017, Foto: Verein RE.F.U.G.I.U.S / Walter Reiss
Das „Rechnitz-Massaker“ beim „Kreuzstadl“

Am Rande der südburgenländischen Marktgemeinde Rechnitz (Rohonc) befindet sich der „Kreuzstadl“, dessen Name sich von seinem kreuzförmigen Grundriss herleitet. Das Objekt, von dem mittlerweile nur mehr Ruinen vorhanden sind, steht unter Denkmalschutz.

 

Zu Kriegsende ereignete sich bei diesem „Kreuzstadl“ das größte NS-„Endphaseverbrechen“ der Region: Im sog. „Massaker von Rechnitz“ wurden von 24. auf 25. März 1945 ca. 180 ungarische Juden erschossen. Nach dem Krieg wurde zwar ein Volksgerichtsverfahren durchgeführt, das aber wenig zur Aufklärung des Verbrechens beitrug. Bis heute wurden die Gräber der Opfer nicht gefunden, obwohl mehrmals Suchgrabungen durchgeführt wurden. Mit dem Thema beschäftigten sich zahlreiche Journalist*innen, Wissenschafter*innen und Künstler*innen – beispielsweise Elfriede Jelinek in dem Theaterstück „Rechnitz (Der Würgeengel)“ . Der Film „Totschweigen“ von M. Heinrich und E. Erne dokumentierte schon 1994 die „Mauer des Schweigens“, die sich in den Jahrzehnten nach dem Verbrechen über den Ort gelegt hatte. Daraufhin stand „Rechnitz“ lange Zeit als Metapher für das Unvermögen der Auseinandersetzung mit der eigenen NS-Vergangenheit in Österreich.

Dieses Schweigen hatten bereits zuvor engagierte Bürger*innen zu durchbrechen versucht, indem sie 1991 die Initiative „RE.F.U.G.I.U.S.“ (Rechnitzer Flüchtlings- Und GedenkInitiative Und Stiftung“) gründeten, welche sich 1992 als Verein konstituierte. Dieser setzte sich u.a. das Ziel, die unaufgearbeitete Geschichte der lokalen NS-Verbrechen zur Sprache zu bringen sowie der Opfer zu gedenken. Allen Widerständen zum Trotz versuchte man durch die Organisation von Veranstaltungen (u.a. Benefizkonzerte, Symposien), die Etablierung von „Gedenkwegen“ und die Abhaltung jährlicher Gedenkfeiern die Bevölkerung zu sensibilisieren und einen „lebendigen Ort des Gedenkens“ zu schaffen. Gesellschaft und Politik sollten sich ihrer Verantwortung bewusst werden und sich dieser stellen. Das Areal, auf dem sich der „Kreuzstadl“ befindet, wurde 1993 angekauft und dem Bundesverband Israelitischer Kultusgemeinden übergeben. Der „Kreuzstadl“ wurde zum Mahnmal für alle Opfer des sog. „Südostwallbaus“, vor allem für jene ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter*innen und Fremdarbeiter*innen, die 1944/45 gezwungen worden waren, den „Südostwall“ (eine militärische Verteidigungsstellung) zu bauen. An dieser Gedenkstätte wird ferner jener Juden und Jüdinnen gedacht, die auf den sog. Todesmärschen in Richtung KZ Mauthausen getrieben worden waren. Heute ist der „Kreuzstadl“ nicht nur ein Symbol des Gedenkens, sondern auch ein „Lernort – Erinnerungsort – Begegnungsort“: Auf dem Gelände findet sich ein frei zugänglicher Informationsbereich mit Schautafeln, Objekten und Videos.

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