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Heute im hdgö

Leuchtschriftzug: 'Haus der Geschichte Österreich', Wien, 2018, Klaus Pichler, hdgö
Leuchtschriftzug: 'Haus der Geschichte Österreich', Wien, 2018, Klaus Pichler, hdgö
Vorgeschichte des Hauses der Geschichte Österreich

Das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) öffnete am 10. November 2018 seine Pforten – zum 100. Jahrestag der Ausrufung der demokratischen Republik 1918. Als erstes zeitgeschichtliches Museum des Bundes schließt es eine Lücke in der österreichischen Museums- und Wissenschaftslandschaft. Der Eröffnung gingen jahrzehntelange Diskussionen voraus – die im Jahr 1919 ihren Anfang nahmen. 

 

 

Planungen zur Errichtung einer „Geschichtekammer“ zur „Vermittlung kultureller, identitätsstiftender Werte“ gab es bereits 1919.  Doch erst 1945 wurden die Arbeiten an einem „Museum der Ersten und Zweiten Republik” aufgenommen. Im November 1946 befasste sich der Ministerrat mit Überlegungen Karl Renners für ein solches Museum im Leopoldinischen Trakt der Hofburg. Der damalige Bundesminister für Unterricht, Felix Hurdes, wurde mit der Umsetzung der Pläne beauftragt. Einzelne Räume wurden bereits eingerichtet, Gemälde historischer Ereignisse in Auftrag gegeben, Schautafeln und Vitrinen gestaltet. Gedacht war das Museum dabei allerdings vor allem dazu, um offiziellen Gästen des Bundespräsidenten, etwa bei Staatsbesuchen, die leidvolle jüngste Geschichte des Landes vorzuführen.  Nach dem Tod Karl Renners 1951 wurde die Finalisierung eines solchen Museums durch die nachfolgenden Bundespräsidenten jedoch nicht weiter fortgesetzt. Die Bestände des Museums wurden aufgeteilt und bildeten den Grundstock für das „Museum für Österreichische Kultur“ (MÖK) das in der Neuen Burg unter Leitung von August Loehr, Kustos am Kunsthistorischen Museum, eingerichtet wurde. Die Schau wurde 1987 von Wien nach Eisenstadt verlegt, wo sie bis 1994 zu sehen war.

 

In den 1980er Jahren entstanden Diskussionen rund um ein „Haus der Republik“, welches jedoch ebensowenig realisiert wurde wie die im Jahr 1996 von Leon Zelman, Leiter des Wiener Jewish Welcome Service, eingebrachte Idee eines „Hauses der Toleranz". 1998 veröffentlichte Stefan Karner, Historiker an der Universität Graz und Leiter des Ludwig-Boltzmann-Institutes für Kriegsfolgenforschung, ein Konzeptpapier zu einem „Haus der (Zeit-)Geschichte“ und legt damit auch die Ergebnisse der von Wolfgang Schüssel eingerichteten Denkwerkstatt „Österreich Zukunftsreich“ vor. Darauf folgte eine Machbarkeitsstudie, die unter der Leitung von Stefan Karner und Manfried Rauchensteiner für ein „Haus der Geschichte der Republik Österreich“ erstellt wurde. Zwei Jahre später wurde eine Kommission errichtet, die sich aus Stefan Karner, Manfried Rauchensteiner, Wilhelm Brauneder und Kurt Scholz zusammensetzte: Dieser oblag die Planung einer Ausstellung anlässlich der 2005 begangenen Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum der Gründung der Zweiten Republik, von 50 Jahren Staatsvertrag und zehn Jahren EU-Mitgliedschaft – sowie langfristig auch für ein „Haus der Zeitgeschichte“.

2006 beauftragte Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer neuerlich eine HistorikerInnen-Arbeitsgruppe mit der Erstellung eines Konzepts für ein zeithistorisches Museum, der Günter Düriegl, Manfred Jochum, Stefan Karner, Herbert Matis und Christian M. Ortner angehörten. Die „Umsetzungsstrategie (Roadmap) für ein Haus der Geschichte der Republik Österreich“ wurde im Juni 2006 vorgelegt. Drei alternative Standorte wurden vorgeschlagen: die Galerie der Forschung“ der Akademie der Wissenschaften, das Wiener Künstlerhaus und das Wiener Arsenal. Im darauf folgenden Jahr bekannte sich die Große Koalition unter Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) in ihrem Regierungsprogramm zu einem „Haus der Geschichte”. 2009 erarbeiteten die Museumsberaterin Claudia Haas und die Agentur „Lord Cultural Ressources“ ein Realisierungskonzept für das hdgö.

 

Im November 2014 kündigte Kulturminister Josef Ostermayer schließlich an, die Einrichtung eines „Hauses der Geschichte Österreich” auf Bundesebene zu realisieren. Im darauffolgenden Jahr sprach sich Harald Mahrer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, für ein „Haus der Zukunft“ in einem Neubau am Heldenplatz als Erweiterung des Hauses der Geschichte Österreich aus. Noch im selben Jahr stellten der zuständige Bundesminister Josef Ostermayer und Staatssekretär Harald Mahrer die Umsetzungsstrategie für das Haus der Geschichte Österreich vor. Ein Jahr später kündigte Kulturminister Thomas Drozda, der Nachfolger Ostermayers, an, dass die Finanzierung des hdgö gesichert sei und das Museum in Räumlichkeiten im Mezzanin der Neuen Burg am Wiener Heldenplatz untergebracht wird.

Wegweiser mit dem Sujet der Eröffnungsausstellung des hdgö, Wien, 2018, Klaus Pichler, hdgö
Wegweiser mit dem Sujet der Eröffnungsausstellung des hdgö, Wien, 2018, Klaus Pichler, hdgö

Ende Jänner 2017 ernannte die Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, Johanna Rachinger, Monika Sommer zur Gründungsdirektorin des Hauses der Geschichte Österreich. Sie folgte damit der Empfehlung des wissenschaftlichen Beirats, der dem Bundesmuseumsgesetz entsprechend nach einem Hearing der BewerberInnen einen Dreiervorschlag erstellt hatte. Im Frühling 2017 wurden schließlich die Arbeiten an der Eröffnungsausstellung und am Aufbau von Strukturen des Hauses der Geschichte Österreich aufgenommen. Etwa ein Jahr später hatte das hdgö seinen ersten öffentlichen Auftritt: Zum 80-jährigen Gedenken an den „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland 1938 wurde die Klanginstallation The Voices von Susan Philipsz präsentiert, welche mehr als ein Jahr zwei Mal täglich am Heldenplatz zu hören war. 

Am 10. November 2018 eröffnete das Haus der Geschichte Österreich mit der Ausstellung Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918 , welche sich der österreichischen Geschichte von 1918 bis in die Gegenwart widmet. Neben der Dauerausstellung im Mezzanin der Neuen Burg am Wiener Heldenplatz zeigt das hdgö wechselnde Ausstellungen am zentralen Plateau im ersten Stock der Neuen Burg, welches mit der Eröffnung in „Alma-Rosé-Plateau” umbenannt wurde. Es ist direkt dem Altan vorgelagert, von dem aus Adolf Hitler seine Rede zum „Anschluss“ 1938 hielt. Damit wurde und wird der Ausnahmegeigerin Alma Rosé und dem 75. Jahrestags ihres Todes im KZ Auschwitz-Birkenau gedacht.